Absolute Beginner

Barf-Beginner können sich in diesem Forum die ersten Tipps holen.

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Beitragvon connery am Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Guten Morgen,

nachdem sich der Rauch über meinem Kopf ein wenig verzogen hat, ich mich gestern bereits nebenan vorgestellt habe, habe ich mir hier einen tollen Frageplan für euch zurechtgelegt. Vieles hat man in bereits erstellten Threads gelesen, weiß aber diverse Stunden später nicht mehr, wo es nun wieder zu finden ist bzw. ob das Gelesene nun richtig in Erinnerung geblieben ist, oder nicht :shock:

Hier soll es aber nun um Ceylan gehen, unsere siebenjährige Sloughi/Kangal-Hündin. Mit 25 kg steht sie gut da und hat bislang keine Zipperlein. Damit das auch zukünftig so bleibt, möchte ich sie gerne auf das Barfen umstellen. Erste Fressproben waren ermutigend. Ich stand vor einiger Zeit am heimischen Wok und konnte ihrem Blick natürlich nicht widerstehen und gab ihr ein Stück rohes Huhn, an dem sie eigentlich nur mal schnuppern sollte, um sie ein wenig neidisch zu machen. Pustekuchen! Das Stückchen Huhn wurde fast inhalliert und aus einem Stück wurden ein paar mehr. Da sie das sehr gut vertragen hat, stellte ich mir die Frage, ob das nicht generell eine hundetypischere Ernährung wäre. Kurzum. Gegoogelt, aufs barfen aufmerksam geworden und nun hier, um lange Einleitungen zu schreiben. Verzeiht es mir...

Grundlage des Ganzen soll der Ernährungsplan (mit Getreide) für einen 30Kilo-Hund hier aus dem Forum sein. Da Ceylan recht schlank und muskulös ist, halte ich eine 3%ige Tagesmenge vom Körpergewicht für angemessen. Oder?

Nun zu den Fragen:

1. Wie wird die Menge Quark morgens berechnet? Pi mal Daumen? Es ist ja nur die Rede vom Obstanteil. Getreide erfolgt ja ohne Mengenangabe.

2. Reicht dieser Plan, um den Hund ausgewogen zu ernähren? Man liest von diversen Zusätzen wie Bierhefepulver, Algen, Vitamine etc.
Welche dieser Zugaben sind sinnvoll/unabdingbar?

3. Der Fleisch-Gemüse-Salat-Mix soll mit Öl vermengt werden. Finden sich die Mengenangaben auf der Verpackung oder welche Menge Öl wird für einen 25Kilo- Hund empfohlen? Derzeit tendiere ich zum Hanföl, da es auch dem Mensch gut tuen soll und das Sonnenblumenöl somit den Weg in den Müll finden kann. Oder soll man mehrere Öle im Wechsel verwenden? Wie sieht es aus mit Rapsöl? Der Volksverein Mönchengladbach hat ein Testsieger-Rapsöl im Angebot.

4. Ich habe noch nie Pansen bzw. Blättermagen gerochen. Die Beschreibungen waren aber "speziell". Gibt es denn eine sinnvolle Alternative dazu? Oder muss man aus Liebe zum Hund da durch?

5. Wenn Pansen/Blättermagen verfüttert wird, soll er laut Plan eine komplette Tagesration ersetzen. Bedeutet dies dann die kompletten 750 gr oder ist das zuviel?

6. Ceylan kommt dieses Jahr für drei Wochen bei guten Freunden unter und vergnügt sich dort mit anderen Hunden. Das Barfen wird dort nicht stattfinden. Ist eine Umstellung Barf/TroFu/Barf ohne weiteres möglich?

7. Bislang sind mir die hier empfohlenen Versender von Fleisch bekannt. Kennt jemand eine verlässsliche Fleischquelle im Bereich Mönchengladbach?

Vielen Dank und bis bald,

connery
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon Lady am Sonntag 7. Februar 2010, 21:09

Hallo Connery
Man geht von ca. 30% Gemüse/Obst Anteil der Gesamtfuttermenge aus. Allerdings variiert das, je nach Grundlage, andere empfehlen auch nur 10-20%. Hier musst Du selber herausfinden, was Dein Hund mag und verträgt resp. braucht. Meine Lady grast wie eine Kuh, wenn ich ihr kein resp. sehr wenig Grünzeug verfüttere. Darum bekommt sie täglich eine Ration Gemüse/Obst/Salat püriert und mag diesen Matsch auch ohne Fleischzugabe. Ich gebe abwechselnd Raps-, Lachs- und Schwarzkümmelöl und zwar 1 TL pro Tag in den Matsch (Lady wiegt knapp 10 kg).
Lady bekommt 3% Futter, da sie sehr aktiv ist und während unserem Urlaub machen wir viele Ganztageswanderungen, da erhöht sich ihr Bedarf auf bis zu 5%. Auch hier muss man individuell auf seinen Hund eingehen und soll nicht stur nach Plan füttern! Sie bekommt keinerlei Getreide, aber einen Tag fleischlos pro Woche und dann Rahmquark anstelle von Fleisch (dieselbe Menge Quark wie sonst Fleisch).
Zusätze sind keine nötig. Ich persönlich gebe Bierhefe zu, dies enthält viel Vitamin B, was gesund für Fell und Krallen ist. Ausserdem gebe ich - allerdings nur 3 Monate im Winter - zusätzlich Hagebuttenpulver zu, weil dies viel Vitamin C enthält.
Ich füttere 1x pro Woche grünen Pansen. Dieser ist fettig und für Hunde sehr gesund, allerdings riecht er stark. Da Lady aber Pansen liebt und innert Sekunden "inhaliert", hält sich der Geruch in Grenzen :lol: Grüner Pansen wirkt leicht abführend, von daher rate ich ab eine ganze Tagesportion auf einmal zu verfüttern!
Liebe Grüsse
Marianne mit Lady
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon Nixxuu am Sonntag 7. Februar 2010, 22:49

Hallo Connery,

auch ich kann dich beruhigen was das füttern von Pansen und Blättermagen angeht, am Anfang riecht es zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber daran gewöhnt sich auch die menschliche Nase recht schnell. Mein Hund futtert das dann auch so schnell weg, dass sich der Geruch auch kaum ausbreiten kann. Wirkt allerdings wie Lady schon geschrieben hat leicht abführend, deswegen gibt es das bei mir auch verteilt über den ganzen Tag.

Zu Deiner Frage nach einem guten Futterlieferanten kann ich dir einen empfehlen der hier bei uns in Wuppertal ist, sehr günstig, hervoragende Fleischqualität, alles portioniert wahlweise geschnitten oder am Stück, verpackt und tiefgefroren oder auch frisch. Wenn ihr eine grosse Tiefkühltruhe habt würde sich der Weg einmal im Monat lohnen. Auch bekommst du dort alles was du sonst noch zufüttern möchtest (Öle, Flocken, getrocknetes Gemüse etc.) und alles deutlich günstiger als über diverse Internetversandshops. Kannst ja mal schauen unter www.huber-tiernahrung.de ....du wirst dort auch beraten was du kaufen kannst wenn du mit dem barfen anfangen möchtest und worauf du beim Einkauf zu achten hast.

Bei den Ölen würde ich dir schon raten nicht nur auf ein Öl zuzugreifen sondern auch dort Abwechslung reinzubringen. Ich persönlich verwende Hanföl, Rapsöl, Lachsöl, Ölivenöl. Besondere Zusätze benutze ich nicht.

Ich hoffe dir ist damit ein wenig geholfen und wenn du dann mal nach Wuppertal kommen solltest würden wir uns über einen Ausflug ins Grüne und zum Erfahrungsaustausch auch freuen.

Kirsten+Schröder
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon connery am Montag 8. Februar 2010, 09:38

Guten Morgen,

vielen Dank für die schnellen und informativen Antworten.

Den Huber-Link habe ich mir angeschaut, das sieht wirklich gut aus. Bei den Ölen wäre ich gerne ein wenig egoistisch, wegen des Eigenbedarfs. Aber gut zu hören, dass Rapsöl genommen werden kann. Dann würde ich noch auf ein Hanf- und Olivenöl zurückgreifen.

Dann stünde einer ausgewogenen Ernährung nichts mehr im Wege. Die Bierhefe hört sich nachvollziehbar an.
Die Menge Quark ist dann fei wählbar und dient nur als Geschmacksträger?
Könntet ihr noch was zum Wechsel Barf/TroFu/Barf beitragen? Das liegt mir am Herzen, ob das so ohne weiteres möglich ist.

Habe den Versand noch gefunden, der auch in der Liste hier im Forum genannt wird. Wäre nur 16 km von mir weg :? http://www.hundebedarf-hungenberg.de/

Kuriere jetzt meine Erkältung aus und hoffe bald Neues berichten zu können.

Grüße, connery
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon Bayernbarfer am Montag 8. Februar 2010, 10:21

Hallo Connery,

zunächst wünsche ich Dir gute Besserung.

Einem Wechsel Barf/TroFu/Barf würde ich abraten, da die Umgewöhnungszeit für den Verdauungsapparat nicht gut ist. Vielleicht kannst Du auf Fertig-Barf-Artikel ausweichen. Wir nennen das Barf-to-go und nehmen Dosenfleisch von DIBO oder fertig angemischte tiefgekühlte Produkte, z. B. von Petman.

Dein Händler wird das sicher auch im Angebot haben.
Gruss
Michael
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www.barferoase.de
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon Nixxuu am Montag 8. Februar 2010, 19:49

Auch ich würde das TROFU nicht mehr verwenden, ich habe meine Reste dem örtlichen Tierheim gespendet, dass sind dankbare Abnehmer.

Ansonsten ist beim Wechsel im Grunde auch nicht viel zu beachten, duchhalten wenn es am Anfang Probleme gibt, wobei ich aus meiner Erfahrung und auch der von den Leuten die gewechselt habe nur sagen kann, es gab keine Probleme und es wurde super vertragen.

Ich habe am Anfang beim Obst und Gemüse meinem Hund das schmackhaft machen müssen und habe immer unter das gehäkselte frische Gemüse/Obst ein paar Löffel Babygläschen ( Bio-Produkte und 100% aus Obst/Gemüse) gemischt.

Fisch ist nach wie vor nicht sein Ding, ausser Trockenfisch den es als Leckerchen gibt. Deswegen gebe ich Lachsöl unters Futter 2 mal die Woche wegen der Omega3/6-Fettsäuren.

Wie gesagt, bei der Futtermenge musst du schauen, wie dein Hund das Futter verwertet, ist individuell und bei jedem Hund anders.


Gute Besserung!
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon Lady am Dienstag 9. Februar 2010, 09:30

Bayernbarfer hat geschrieben:Hallo Connery,

zunächst wünsche ich Dir gute Besserung.

Einem Wechsel Barf/TroFu/Barf würde ich abraten, da die Umgewöhnungszeit für den Verdauungsapparat nicht gut ist. Vielleicht kannst Du auf Fertig-Barf-Artikel ausweichen. Wir nennen das Barf-to-go und nehmen Dosenfleisch von DIBO oder fertig angemischte tiefgekühlte Produkte, z. B. von Petman.

Dein Händler wird das sicher auch im Angebot haben.


Dem schliesse ich mich an. Ein Wechsel Barf-Trofu-Barf ist nicht zu empfehlen!
Liebe Grüsse
Marianne mit Lady
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon connery am Dienstag 9. Februar 2010, 10:33

Guten Morgen,

vielen Dank für die Genesungswünsche. Wie war das mit dem Wald und den Bäumen doch gleich :oops: ???

FertigBarf hatte ich auch schon gelesen und gesehen, aber irgendwo in den überlasteten Hirnwindungen versteckt.

Nochmals danke für die vielen netten Antworten. Ein richtiges Wohlfühlklima hier. Super!

Grüße, connery
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon connery am Montag 5. April 2010, 17:31

Hallo zusammen,

ich wollte euch die zwischenzeitlichen Erfahrungen aus circa vier Wochen barfen nicht vorenthalten.

Eines vorweg. Ceylan frisst alles, nahezu wie ein Mülleimer.
Die Zubereitung stellt kein Problem mehr dar. Die anfänglichen Zweifel, ob nun 10 Gramm mehr oder weniger im Napf sind, weichen mittlerweile einem recht genauen Pi-mal-Daumen-Prinzip. Die Abmessungen sind fast im Blut.
Einen Futterplan habe ich aus diesem Forum und beginne nun mit den verschiedenen Fleisch- und Knochenformen zu spielen. Morgens steht jedoch die Fleischportion auf dem Plan, mittags/nachmittags der Obstanteil und abends dann RFK.

Eine Umstellung auf Barf erfolgte von jetzt auf gleich. Mein Eindruck bislang ist der, als hätte der Hund genau auf diesen Tag gewartet. Sie isst mit großer Freude und steht direkt neben einem, wenn die Zubereitung des nächsten Essens erfolgt. Die Fleischportionen bereite ich für drei Tage zu und werden dann eingefroren.

Das größte Hindernis, für mich, ist wohl die Fütterung mit dem grünen Blättermagen. Ich habe mich beim Öffnen der Verpackung fast übergeben müssen. Der Hund hatte weniger Bedenken und hat es sich schmecken lassen. Von daher die höchst egoistische Frage ob es eine Alternative zum Blättermagen gibt. Falls nicht soll es wohl so sein, aber das ist für mich harter Tobak.

Bis demnächst,

connery
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Re: Absolute Beginner

Beitragvon ayra am Montag 5. April 2010, 21:37

Hallo Connery,
ich hole unseren geliebten Blättermagen, direkt vom Schlachter. Der ist dann noch warm und stink nicht oder kaum... je nach Witterung...
Das kann man aber ertragen. Hast Du diese Möglichkeit evtl....?

Ansonsten wäre vielleicht Pansen eine Alternative...?
Beste Grüße
Suse
Ich freue mich über Euren Besuch bei
http://canisdashundeforum.phpbb8.de/
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