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Dog a Doo

Die richtige Fütterung von Welpen

Der junge Welpe benötigt mehr Energie für sein Wachstum als ein bereits ausgewachsener Hund. Aus diesem Grund muss sein Futter energiereicher sein, um den erhöhten Bedarf ideal abzudecken. Der Energiebedarf eines heran wachsenden Welpen ist ungefähr doppelt so hoch wie der eines ausgewachsenen Hundes mit derselben Körpergröße. Grund hierfür sind der starke Gewebezuwachs und die Entwicklung des gesamten Körpers. Nach dem 6. Lebensmonat, wenn der Welpe ca. 40 Prozent seines Endgewichtes erreicht hat, sinkt dieser erhöhte Bedarf parallel zu seiner Wachstumskurve.

Grundsatz Energiebedarf

  •     Bis 40% des Endgewichtes: doppelter Energiebedarf
  •     40- 80% des Endgewichtes: 1,6 fache des Erhaltungsbedarfes
  •     Ab 80% des Endgewichtes: normaler Energiebedarf


Für den Aufbau von neuem Gewebe und für die Entwicklung der Muskulatur braucht der Junghund eine erhöhte Proteinzufuhr. Dafür ist es wichtig, dass das Protein nicht nur sehr hochwertig ist, sondern auch eine sehr gute Verdaulichkeit besitzt.

Kalzium für die Knochen

Für die noch nicht ausgewachsenen Knochen benötigt der junge Hund eine erhöhte Kalzium-Zufuhr. Diese ist genau wie der gesteigerte Energie- und Proteinbedarf  ein Unterschied zu der Fütterung von erwachsenen Hunden. Hier gilt jedoch nicht, dass viel auch viel bringt, sondern dass es auf die richtige Menge ankommt. In den „Supplementen der Tierernährung“ von Meyer, Zentek, Kamphues(Schaper Verlag, 12. Auflage, 2014) werden für den Welpen  Kalzium- Mengen von 180- 470 mg pro Kilogramm metabolisches Körpergewicht/ Tag empfohlen. Das metabolische Körpergewicht ist eine korrigierte Maßeinheit, die für die Ernährungsbedürfnisse und Mengenangaben in der Human- und Veterinärmedizin standardmäßig verwendet wird.

Wenig Getreide

Um den noch nicht ausgewachsenen Magen-Darm-Trakt zu schonen, sollte der Getreideanteil gering sein und nicht über 5 Prozent liegen. Alternativ kann komplett auf Getreide verzichtet werden. Zudem sind kleine Portionen über den Tag verteilt bekömmlicher und erleichtern die Umstellung von der Muttermilch auf den eigenen Fressnapf.

Faustregel Fütterungshäufigkeit

Bis 6. Lebensmonat 4 Mahlzeiten/ Tag
Ab 6. Lebensmonat 2 Mahlzeiten/ Tag

Mit einem Alter von ungefähr einem Jahr kann anschließend auf das normale Futter für den ausgewachsenen Hund umgestiegen werden. Bei großen und Riesenrassen empfiehlt es sich bereits mit 9 Monaten auf ein normales Futter umzusteigen, um eine zu hohe Energiezufuhr zu vermeiden.

Grundsätzlich dürfen alle jungen  Hunde nicht zu rund gefüttert werden. Die Wachstumsfugen der Knochen schließen sich erst ab dem 12. Lebensmonat. Jedes Kilogramm Übergewicht belastet die instabilen Knochen und Gelenke, so dass es im schlimmsten Fall zu chronischen Gelenkleiden kommen kann. Insbesondere sehr große Rassen müssen rechtzeitig auf ein Futter für erwachsene Hunde umgestellt werden, um eine Energieüberversorgung und damit ein Übergewicht zu vermeiden. Es sollte so gefüttert werden, dass eine durchschnittliche aber keine maximale Wachstumskurve erreicht wird.

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