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Therapie der Arthrose bei Hunden

Grundsätzlich ist die Arthrose eine chronische, degenerative Erkrankung, die nicht heilbar ist. Somit ist das Ziel der Therapie die Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität für den Hund zu verbessern. Es wird immer mit der einfachsten Methode begonnen. Eine komplizierte, aufwändige Operation ist immer der letzte Schritt. Für jede Therapie muss der Hund jedoch sein Idealgewicht anstreben, da jedes Kilo Übergewicht die Knochen belastet und die Therapie erschwert. Zusätzlich zu Medikamenten kann die Nahrung ergänzt werden. Vor allem Zusätze wie Kollagen oder Glykosaminglykane sind sehr hilfreich bei der Arthrose des Hundes und werden im entsprechenden Kapitel gesondert erläutert.

Medikamente

Die konservative Therapie erfolgt über Medikamente, eine angepasste Ernährung und Bewegung. Schmerzmedikamente kommen jedoch nur zum Einsatz, wenn der Hund Symptome zeigt. Der gezielte Einsatz der Schmerzmedikamente ist wichtig, da diese auf die Magenschleimhaut des Hundes schlagen. Bei dauerhaftem Einsatz kann es zu Schleimhautreizungen bis hin zu Magengeschwüren kommen. Wichtig ist zudem, dass die Medikamente unabhängig vom Futter eingegeben werden, damit die Wirkstoffaufnahme nicht beeinträchtigt wird.

Begleitend kann gerne mit homöopathischen mitteln gearbeitet werden, die sich positiv auf die Gelenkgesundheit und die Schmerzlinderung auswirken. Die Mittel der Wahl sind Traumeel und Zeel, welche sich gut bewährt haben. Im Idealfall kann durch die Homöopathie die verwendete Menge an Schmerzmitteln deutlich reduziert werden. Wichtig ist, dass die verabreichten Wirkstoffe in enger Absprache mit dem Tierarzt geplant werden, um den Vierbeiner ideal abzudecken.

Wichtig bei jeder Form der Arthrose ist ein gesundes Maß an Bewegung, um dem Abbau der Muskulatur entgegen zu wirken. Das Einstellen von Schonhaltungen in Verbindung mit Verspannungen und einem Rückgang der Muskulatur ist dringend zu vermeiden. Besonders gut für den Vierbeiner ist Bewegung im Wasser,  da hier das Körpergewicht die Bewegung nicht zusätzlich belastet. Durch den Wasserauftrieb wiegt der Körper nur ein Siebtel seines eigentlichen Gewichtes. So wird die Muskulatur trainiert und gestärkt ohne Gelenke oder Wirbelsäule zu belasten.

Chirugie

Wenn Physiotherapie, Medikamente und Nahrungsergänzer keinen Erfolg bringen, ist die letzte Möglichkeit ein chirurgisches Eingreifen, um die Schmerzen zu lindern. Hierbei muss jedoch das Alter, die Erfolgsaussichten und die Schmerzen für den Hund beachtet werden. Lohnt sich der teure Eingriff tatsächlich oder bringt er dem Tier nur zusätzliches Leiden? Eine Operation ist immer auch mit möglichen Komplikationen und Risiken verbunden. Zudem besteht für das Tier immer ein gewisses Narkoserisiko.

Eine Möglichkeit ist das Setzen von Goldimplantaten, um die schmerzen auszuschalten. Dieses muss jedoch lediglich als begleitende Maßnahme verstanden werden. Der Tierarzt setzt hierbei winzige Goldstücke an verschiedenen Stellen in das Körpergewebe des Hundes. Wird dies richtig gemacht und so kann auf diese indirekte Weise der schmerz ausgeschaltet werden.

Eine weitere Methode ist es das betroffene Gelenk künstlich zu versteifen. Hier ist eine anschließende Physiotherapie besonders wichtig, damit die Muskulatur erhalten bleibt und Fehlhaltungen entgegen gewirkt wird.

Für die Hüftgelenksdysplasie sind mehrere Operationsmethoden entwickelt worden. Bei sehr jungen Tieren mit einer HD wird das Becken an drei Stellen aufgetrennt und neu zusammengesetzt. So wird der Oberschenkelkopf besser in der Gelenkpfanne positioniert, wodurch das Gelenk stabiler wird.

Bei Hunden mit einem zu kurzen Oberschenkelhals wird dieser durch den Tierarzt künstlich verlängert, so dass seine Hebelwirkung verstärkt wird. Dadurch wird er mit mehr Kraft in die Gelenkpfanne gedrückt und das Gelenk stabiler.

Auch der Einsatz von künstlichen Gelenken ist inzwischen möglich. Im Falle des Hüftgelenks werden Oberschenkelkopf, -hals und Hüftgelenkspfanne durch einen künstlichen Nachbau aus Stahl oder speziellem Kunststoff ersetzt. Dies ist jedoch erst nach vollendetem Wachstum möglich. Im Extremfall und bei leichtgewichtigen Hunden kann auch eine Entfernung des gesamten Oberschenkelkopfes als letzter Ausweg gewählt werden. Im Idealfall bildet der Organismus ein knorpeliges Ersatzgelenk, welches die entstandene Lücke mit Gewebe ausfüllt. Auf diese Weise werden die Schmerzen der schlechten Gelenkverbindung ausgeschaltet.

Akkupunktur

Als alternative Heilmethode kann für den betroffenen Hund auch eine Akupunktur infrage kommen. Durch das setzen der nadeln wird die Ausschüttung der körpereigenen Hormone Endorphin, Serotonin und Cortisol gefördert. Diese lindern die Schmerzen und verbessern entzündliche Prozesse, die eine Arthrose immer begleiten. Weiterhin ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die heilenden Nadeln die Wachstumsfaktoren des Körpers positiv stimulieren. Diese Hormone fördern die Gewebeerneuerung und seinen Aufbau. Auf diese Weise wird die Regeneration von Nervenbahnen, Zellen, Sehnen und Bindegewebe gefördert, was die Beweglichkeit des kranken Gelenkes verbessert.

Die Arthrose als chronische Erkrankung macht eine  langfristige Behandlung notwendig. So ist es sehr positiv, dass die Akupunktur quasi frei von Nebenwirkungen ist. Selten treten lokale Hautrötungen oder ein Jucken als Reaktion auf die Nadeln auf. Diese Nebeneffekte sind jedoch selten.