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Dog a Doo

Arthrose vorbeugen bei Welpen

Der Grundstein vieler Knochenleiden wird bereits im Welpenalter gelegt. Vor allem große und schwere Rassen sind für chronische Gelenkbeschwerden gefährdet. So muss der Welpe ganz bewusst und umsichtig groß gezogen werden, damit sich keine Fehlentwicklungen einstellen.

Der Bewegungsapparat des Hundes setzt sich aus Knochen und Gelenken zusammen. Diesen Teil nennt man den passiven Anteil des Bewegungsapparates. Zum aktiven Teil gehört die Skelettmuskulatur, die an den verschiedenen Knochenpunkten ansetzt. Der Hund besitzt unabhängig von seiner Größe etwa 300 Knochen.

Die natürliche Wachstumskurve

Während des Wachstums zeigen die langen Röhrenknochen wie zum Beispiel der Oberschenkel  an ihren Enden die sogenannten Wachstumsfugen, an denen das Wachstum voran schreitet. . An diesen Fugen wächst der Knochen bis zu seiner genetisch festgelegten Länge. Ist die vorbestimmte Größe erreicht, schließen sich die Wachstumsfugen. Der Zeitraum der Schließung variiert hierbei von Knochen zu Knochen und von Rasse zu Rasse zwischen 12 und 24 Monaten.

Das Wachstum richtet sich nach einer festgelegten Wachstumskurve, die individuell abhängig von Rasse, Geschlecht und späterer Größe verläuft. Das Einhalten dieser natürlichen Wachstumskurve, die zu bis zum 6. Lebensmonat besonders steil verläuft, ist sehr wichtig.
Die Wachstumskurve flacht sich ab dem 6. Lebensmonat ab  dann ab und ist dann im Alter von ungefähr einem Jahr beendet.

Nach Abschluss des Wachstums und dem Erreichen der endgültigen Größe schließen sich die Wachstumsfugen der jungen Knochen. Erst ab diesem Zeitpunkt ist der Knochen voll belastbar.
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Die richtige Bewegung des Welpen

Die wichtigste Therapie von Gelenkbeschwerden ist ihre Prävention. Neben einer gemächlichen Aufzucht, einer gesunden ausgewogenen Ernährung und der Verwendung genetisch einwandfreier Zuchttiere, ist die richtige Bewegung des jungen Hundes ein wichtiger Faktor.

Welpen im Wachstum sollten keine Treppenstufen laufen oder ins Auto springen, da Gelenke und Knochen noch instabil sind und die Wachstumsfugen noch nicht geschlossen sind.

Werden die juvenilen Knochen durch Treppensteigen oder Springen überbelastet, werden die Wachstumsprozesse fehlgeleitet und es sind Krankheiten des Bewegungsapparates und Fehlstellungen vorprogrammiert. Als Faustregel ist zu merken, dass je größer die Hunderasse ist, desto schonender ist der junge Hund zu bewegen. Faktoren wie Übergewicht und auftretende Verletzungen belasten Knochen und Gelenke zusätzlich.

Welpen gesund füttern

Störungen der Skelettbildung bei Junghunden haben zum Teil einen genetischen Hintergrund, was bei einigen Rassen bereits wissenschaftlich bewiesen ist. Eine große Bedeutung für die Entstehung oder das Ausbleiben solcher Erkrankungen spielt jedoch auch die Ernährung. Fehler, die in der Wachstumsphase des Welpen, in der Fütterung gemacht werden, können häufig fatale Folgen haben.

Besonders schwer wiegend ist ein zu hohes Futterangebot und eine dadurch zu hohe Energieversorgung des Welpen. Dieses bewirkt vor allem bei großen Rassen oder Riesenrassen ein zu schnelles Wachstum. Hieraus resultieren sehr häufig Skelettbildungs- und Wachstumsstörungen, die im späteren Alter zu schmerzhaften Arthrosen und Fehlstellungen führen können.

Weitere Fehler in der Welpenernährung sind die Über- oder Unterversorgung wichtiger Mineralstoffe. Hier spielt in erster Linie das richtige Kalzium-Phosphor-Verhältnis eine wichtige Rolle. Das ideale Kalzium-Phosphor-Verhältnis in der Nahrung sollte 1,4:1 (Ca:P) betragen.

Es darf bis zu einem Verhältnis von 2.1 ausgeweitet werden. Weitere Differenzen sind jedoch unbedingt zu vermeiden. Bekommt der Hund zu wenig Kalzium, so kann dies zu instabilen Knochen führen, da die harte Knochensubstanz sich aus Kalzium aufbaut. Wird zu viel Kalzium verabreicht, kommt es zu Fehl- oder Zubildungen an den Knochen, die wiederum zu Problemen führen können.