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Dog a Doo

Hundealltag bei Arthrose

Die Diagnose einer Arthrose ist unabhängig vom betroffenen Gelenk häufig ein Schock für den Hundebesitzer. Die Tatsache, dass eine solche chronische Erkrankung des Bewegungsapparates nicht mehr heilbar ist, führt zu Beunruhigung und Ratlosigkeit. Eine Arthrose muss jedoch nicht immer zu einer gewaltigen Einschränkung des unbeschwerten Hundelebens führen. Die genaue Kenntnis der Therapiemöglichkeiten, ein gutes Management des Tagesablaufes und eine angepasste Ernährung können dem Vierbeiner helfen, ohne Schmerzen und große Einschränkungen seinen Alltag zu meistern. Schon kleine Tricks und Kniffe können ein großes Stück Lebensqualität zurück bringen.

Weicher Liegeplatz

Wie man sich bettet, so liegt man- und das ist für einen Vierbeiner mit angeschlagenen Knochen doppelt so wichtig! Egal ob im Auto, im Büro oder Zuhause- überall  muss der Hund eine Möglichkeit haben bequem und  gut gepolstert, sowie warm zu liegen. Des Weiteren muss der Liegeplatz gut erreichbar sein und so eine Beschaffenheit aufweisen, dass der Vierbeiner nicht tief darin versinkt und anschließend Mühe hat wieder aufzustehen.

Treppen meiden

„Mal lieber die Treppen, als den Aufzug nehmen“, ermahnt mancher Fitnesstrainer seine Schützlinge. Doch was gut für die Figur ist, ist für einen Vierbeiner mit Arthrose pures Gift, denn das Treppensteigen ist eine sehr große Belastung für die betroffenen Gelenke. So sollten kranke Hunde lieber mit dem Aufzug fahren oder ebenerdig wohnen. Gleiches gilt auch für Welpen im Alter von bis zu einem Jahr. Da die Knochen in diesem Zeitraum noch nicht fertig ausgebildet sind, sind sie sehr instabil. Dies bedeutet, dass der Vierbeiner auf allen Treppenstufen getragen werden muss. Ebenso zu vermeiden sind Sprünge in den Kofferraum. Wird der Vierbeiner zu schwer, um ihn ins Auto zu heben, so kann auf spezielle Einsteigehilfen zurückgegriffen werden. Die sehen zwar oft umständlich aus, sind aber blitzschnell montiert und äußerst praktisch.
Strand und Ballspiele
Sommer, Sonne, Strand- einladend für Hund und Herrchen. Doch ausgedehnte Spaziergänge im tiefen Sand sind für Welpen und Hunde mit Arthrose dringen zu vermeiden. Das Laufen auf dem weichen Untergrund ist eine doppelt so hohe Beanspruchung, wie Bewegung auf einem geraden, festen Boden. Auch plötzliche Stopp- und Drehbewegungen gehen auf die Gelenke. Ein klassisches Beispiel sind Apportierübungen und Ballspeile, bei denen der Hund schnell beschleunigt, um anschließend wieder abrupt abzubremsen. Solche Bewegungsabläufe Verschlimmern die Symptome eines Hundes mit Arthrose dramatisch. Besser geeignet sind kleine Fahrradtouren bei denen der Vierbeiner auf gerader Strecke in einem mäßigen Tempo mit läuft.

Diät

Jedes Kilogramm zu viel auf den Rippen ist eine zusätzliche Belastung für die kranken Gelenke. Übergewicht muss daher als erste Maßnahme reduziert werden. Hier muss jedoch mit einem gewissen Plan vorgegangen werden, da man einen Abbau der Fettmasse und nicht der Muskulatur erreichen möchte. Aus diesem Grund füttert man den Hund mit der Menge, die für das angestrebte Idealgewicht ausgelegt ist. So wird schrittweise und hundefreundlich das Gewicht reduziert. Wichtig ist es, dass die Nahrung hochwertiges Protein enthält, so dass die Muskulatur gut unterstützt wird. Auf Getreide muss verzichtet werden, da sich die Entzündungszellen hauptsächlich von Kohlenhydraten ernähren. Ergänzend können dem Hund natürliche Rohstoffe ins Futter gemischt werden, die den Gelenkstoffwechsel positiv beeinflussen.